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Die Moselsteig-Arrangements

Hier finden Sie attraktive Reiseangebote für Etappenwanderungen – wahlweise mit Gepäcktransfer - oder mit fester Unterkunft.

Die Partnerwege

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Moselsteig Seitensprung Klüsserather Sagenweg

Länge: 11,9 km
Dauer: 4:00 Stunden
Schwierigkeit: mittel

Eine Vielzahl sagenumwobener Stationen findet sich im Verlauf dieses Premiumwanderwegs - der auf 11,9 km durch eine abwechslungsreiche und typische Moselwein- und Kulturlandschaft führt. So genießt der Wanderer beispielsweise eine sehr schöne Aussicht auf den Rudemsberg. Dort soll das "Rudemsmännchen" heute noch Spuk und Schrecken verbreiten, weil es vor vielen Jahren durch einen falschen Schwur einen Grenzstreit zu seinen Gunsten beendet hatte. Auf der Höhe zwischen Trittenheim und Klüsserath führt der Weg mit einem herrlichen Blick ins Moseltal am "Eselstrapp", auch "Hinkelstein" genannt, vorbei. Hier rettete sich laut Sage eine auf einem Maultier reitende Jungfrau durch einen Sprung ins Tal vor ihrem Verfolger. Und der Hufabdruck des Reittiers ist noch auf einem großen (Hinkel-)stein, einem keltischen Menhir, zu sehen.

Der namensgebende Weinort Klüsserath mit seinem kulturhistorisch bedeutendem Ortsbild und einem breitem Gastronomieangebot ist über Zuwege erreichbar.

Anfahrtbeschreibung
Startpunkt: Portal am Parkplatz an der Klüsserather Wetterstation
Zielpunkt der Tour: Portal am Parkplatz an der Klüsserather Wetterstation


Weitere Infos

Mosellandtouristik GmbH

Kordelweg 1, 54470 Bernkastel-Kues; Telefon: 06531/97330

www.moselsteig.de

 

Tourist-Information Römische Weinstraße

Brückenstr. 46, 54338 Schweich; Telefon: 06502/933812

mosel@touristinfo-schweich.de

www.roemische-weinstrasse.de

Wegbeschreibung

Startpunkt für den Seitensprung Klüsserather Sagenweg ist das Portal am Parkplatz an der Wetterstation. Egal wie das Portal mit der Liegebank und der Infotafel zur Sage vom Kreuzritter erreicht wurde (mit dem Pkw oder über den ca. 2,5 km langen Zuweg durch die Weinberge), das Panorama von hier sollte man vor dem losgehen ein wenig auf sich wirken lassen. Die ganze Moselschleife von Klüsserath ist zu überblicken. Ein Meer von Weinreben, unzählige Weinorte an dem blauen Band der Mosel aufgereiht. Ein grandioser Auftakt für eine abwechslungsreiche Rundtour.

Die führt auf dem ersten Stück ganz entspannt und höhengleich am Wald- und Weinbergsrand entlang. Am Startplatz der Gleitschirmflieger (wieder eine tolle Aussicht) wechselt der Seitensprung dann auf einen steilen Waldpfad, der sich kurz und knackig bergauf auf die freie Hochfläche windet. Hier dann kurz bergab und eine Obstplantage halb umrunden. An alten Obstbäumen vorbei geht es dann weiter bergab in die Weinberge. Zuerst nur auf einer Seite, dann wird der Weg aber rechts und links von Reben begleitet. Zurück an der Hangkante verläuft der Klüsserather Sagenweg eben an der Hangkante entlang. Die Aussicht auf die Mosel wird leider durch einen Hecken- und Gebüschstreifen verwehrt. Umso eindrucksvoller und überraschender ist die Aussicht vom bald erreichten Hinkelstein. Das Panorama umfasst das ganze Moseltal zwischen Pölich und Trittenheim. Rastplatz und Liege laden zum "Fernsehen" ein. Der "Hinkelstein" ist ein ca. 3500 Jahre alter Menhir aus der Jungsteinzeit. Um den Stein rankt sich die Sage des Eselstrapp (mehr auf der Infotafel).

Weiter geht es bergab durch Weinberge. Von einer Wiese kann man den Blick auf ein kleines Stück Mosel erhaschen. Der Seitensprung hat über den Bergsporn die Seite gewechselt. Der Blick fällt jetzt schon auf die Weinberge von Neumagen. Die Mosel braucht hierfür ca. 7 Flusskilometer, der Wanderweg nicht mal 500 Meter. Steil bergab erreicht der Sagenweg ein urwaldartiges Seitental. Der Zick-Zack-Pfad führt hier durch ein altes Weinbergsgelände, dass man an den immer noch vorhandenen Weinbergspfählen erkennt. Nach einem kurzen Stück bergauf wird ein Bach überquert, dann nähert sich der Weg weiter bergab dem Moseltal. Durch Weinberge kommt man kurz vor dem Wald zur Aussicht auf die Märtyrerkapelle. Die Liege ist hier ideal plaziert, um den Blick auf die Kapelle auf der anderen Moselseite zu genießen.

Durch den schattigen Wald führt der Seitensprung nun für die nächsten fast 2 km bergauf. Nicht steil, aber spürbar. Durch die Bäume im Steilhang sind immer mal wieder kleine Durchblicke möglich, aber richtig klasse ist die Aussicht auf das auf der anderen Moselseite liegende Neumagen erst am "Türmchen", dass am Ende der Steigung über einen Pfad erreicht wird. Hierbei handelt es sich um eine Grill- und Schutzhütte mit Rastplätzen. Für einen Zwischenstop nach der Anstrengung perfekt geeignet.

Auf einem Pfad geht es jetzt weiter. Dieser führt steil bergab durch den Eichenwald, begleitet von mit Moos bewachsenen Schieferfelsen. Über einen weichen Waldpfad geht es moderat bergab ins ruhige Moselseitental. Am Bach angekommen hat der Seitensprung dann die tiefste Stelle des gesamten Rundweges erreicht. Der Moselsteig ist hier nur 100 m entfernt und über den gleichen Zuweg kann der Wanderer von hier aus Neumagen (Gastronomie & Übernachtung) erreichen. Gleichzeitig ist hier die Hälfte der Wegstrecke bewältigt.

Steil führt der Pfad bergauf in das Kerbtal und gewinnt damit schnell an Höhe. Nachdem ein Querweg erreicht ist, wird die Steigung flacher. Im Hang geht es aber weiter bergauf. Das Kerbtal wird immer enger und hat teilweise etwas schluchtartiges. Auf der Höhe trifft der Klüsserather Sagenweg dann auf ein großes Feld. Der Aufstieg ist hier fast geschafft. Die Bank am oberen Waldrand hält einen Blick über die Hochfläche bis in den Hunsrück für die Wanderer bereit. Außerdem kann man hier auf der Infotafel die Sage von der Geldkaul nachlesen. An einer großen Kreuzung im Wald ist dann die höchste Stelle des Seitensprungs erreicht. Bis zur Klüsserather Grillhütte geht es auf einem flachen Forstweg weiter. Hier gibt es auch ideale Rastplätze für die Pause an heißen Tagen.

Ohne große Höhenunterschiede geht es weiter durch den Wald. Die Wegemarkierungen weisen darauf hin, dass man sich hier auf einem alten Pilgerweg befindet. Parallel zu einem Wassergraben führt der Weg bergab zu einem Brunnen und weiteren Rastplätzen. Dann hat der Weg wieder die Weinberge erreicht. Von Reben umgeben kommt der Seitensprung erst an einer Bank vorbei, dann steil bergab zu einer Liege. Wieder mit fantastischer Aussicht. Man schaut auf die Mündung des Eifelflüsschens Salm in die Mosel. Hier zweigt ein kurzer steiler Zuweg zum Parkplatz an der Klüsserather Kirche ab. Die Infotafel berichtet über die Sage des Rudemsmännchens.

Der Weinbergsweg führt jetzt durch die Weinlage Klüsserather Bruderschaft. Zur Mosel fallen die Weinberge so steil ab, dass sich über die gesamte Strecke eine tolle Aussicht auf die Weinbaulandschaft bietet. Die Häuser von Klüsserath scheinen nur einen Katzensprung weit entfernt, aber tief unten im Tal zu liegen. Ein steiler Serpentinenpfad bringt den Wanderer zum Weg entlang der Hangkante. Diesem folgt man dann bequem ohne Höhenunterschied zum Ausgangspunkt an der Klüsserather Wetterstation.

Auch wenn man es vom Hinweg bereits kennt, dass Panorama hier ist einfach toll!

 



Quelle: Mosellandtouristik GmbH