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Die Moselsteig-Arrangements

Hier finden Sie attraktive Reiseangebote für Etappenwanderungen – wahlweise mit Gepäcktransfer - oder mit fester Unterkunft.

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Moselsteig Seitensprung Kirchspiel's Tälertour

Länge: 13,1 km
Dauer: 4:45 Stunden
Schwierigkeit: mittel

Viele kleine Ortschaften um den Hunsrückort Kleinich herum bilden seit der Reformation eine Pfarrei, das evangelische "Kirchspiel" Kleinich. Der Name blieb bis in die heutige Zeit geläufig, auch als nach der französischen Revolution die zivile Gebietskörperschaft entstand und aus dem Kirchspiel die Gemeinde Kleinich wurde. Schmucke, schieferverkleidete Höfe und Häuser prägen diese Ortschaften. Sie verteilen sich vier- bis fünfhundert Meter über der Mosel in einer hügeligen, offenen Landschaft, die gelegentlich durch dicht bewaldete Bachtäler unterbrochen wird. Das Auf und Ab von Berg und Tal mit tollen Fernsichten und Wasserrauschen macht eine Wanderung auf dem 13 Kilometer langen Seitensprung "Kirchspiel's Tälertour" ungemein reizvoll.

Anfahrtbeschreibung
Startpunkt: Kleinich, Parkplatz an der ev. Kirche (K 106)
Zielpunkt der Tour: Kleinich, Parkplatz an der ev. Kirche (K 106)


Weitere Infos

Mosellandtouristik GmbH

Kordelweg 1, 54470 Bernkastel-Kues; Telefon: 06531/97330

www.moselsteig.de

 

Tourist-Information Ferienland Bernkastel-Kues

Gestade 6, 54470 Bernkastel-Kues, Tel. 06531/500190

www.bernkastel.de

Wegbeschreibung

Einer der Startpunkte der ca. 13 km langen Wanderung durch das Kirchspiel Kleinich liegt an der Evangelischen Kirche Kleinich. Durch die besondere Lage der Kirche wird man den Kirchturm noch von einigen Punkten der Rundtour sehen. Wie bei vielen Kirchen im Hunsrück befindet sich auch hier eine Stummorgel.

Der Moselsteig Seitensprung "Kirchspiel's Tälertour" führt zunächst ein Stück durch den Ort. Die ehemaligen Bauernhäuser sind teilweise hübsch renoviert. Vom Ortsrand steigt der Feldweg durch die offene Flur langsam an. Der Blick geht weit über die Höhen hinweg und v.a. nach Westen schaut man über Wiesen und Felder bis zu den Kuppen der Vulkaneifel am Horizont. Am Waldrand hat man die höchste Stelle der gesamten Runde erreicht. Die Bank kann man sicher für eine kurze Verschnaufpause nutzen und nochmal den Blick zurück nach Kleinich genießen.

Jetzt führt der Seitensprung ins Tal. Erst noch am Waldrand entlang, dann über einen Pfad durch den Fichtenwald direkt zum Bach. Hier ist es an einem heißen Sommertag schattig und kühl. Die Tour überquert den plätschernden Bach und führt auf der anderen Seite auf dem Waldweg weiter bergab. Nach einem Seitental steigt der Weg wieder an und man erreicht eine Geländekante, die von interessant gewachsenen Eichen begrenzt wird. Der Weg führt nun ganz aus dem Tal hinaus. Wenn man auf dem erreichten Wiesenabschnitt über die Kuppe schauen kann, erkennt man Emmeroth, dessen Häuser sich in eine Senke ducken. Der Weg führt direkt in den Ort hinein. Am Ortsrand stehen einige neue Häuser, aber im Ortskern haben sich die alten Fachwerkhäuser erhalten, teilweise noch mit den gepflasterten Höfen.

Auf einem höhengleichen Wiesenweg geht es aus dem Ort. Von diesem Weg hat man einen Blick auf den Kirchturm der Kleinicher Kirche und über das Tal hinweg auf Fronhofen, das der Seitensprung im weiteren Verlauf noch erreicht. Vom Fahrweg biegt ein Pfad ab, der den Bergrücken steil hinauf führt. Durch den Birkenwald erreicht man die Kuppe des Kordelberges, auf dem auch eine Grillhütte und Rastmöglichkeiten zu finden sind. Steil geht es dann hinunter nach Pilmeroth, an dessen Ortsrand eine imposante alte Eiche steht. An der Viehwaage und dem Brunnen vorbei gelangt der Weg schnell wieder in die umliegenden Wiesen und Felder. Von hier hat meinen einen weiten Blick in Richtung Mosel und die tief eingeschnittenen Täler von Kautenbach, Trabener Bach und Ilsbach.

Über einen Waldweg führt der Seitensprung jetzt ins Ilsbachtal. Das letzte Stück zum Bach hin ist richtig steil. Schon hier wird der Weg immer wieder von großen Quarzitblöcken gesäumt. Der Weg begleitet den Bach, der hier über kleine Felsstufen sprudelnd in Richtung Mosel fließt. Auf der anderen Seite des Weges baut sich der Bildstein-Felsen auf. Ein wildromantischer Platz.

Der Pfad wechselt die Bachseite und der sich anschließende Abschnitt führt mit schöner Sicht auf das Wasser weiter talabwärts. Eingänge von Schieferhöhlen und Reste einer Mühle erinnern daran, dass das Tal nicht immer nur zu Erholungszwecken genutzt wurde. Der Seitensprung wechselt vom Trabener Bachtal ins Tal des Kautenbachs. Der Fahrweg steigt nun leicht an. Nachdem die Talseite gewechselt ist, schlängelt sich der Pfad wieder mit Sichtkontakt zum Bach durch den Wald. Die Wegeführung des Seitensprungs berührt auch die Trasse einer alten Wegeverbindung, die vom Moseltal in Richtung Hunsrück verlief. Für diesen Weg wurde ein Durchbruch durch den Felsen geschaffen. Ein sehr eindrucksvoller geologischer Aufschluss. Mit angenehmer Steigung zieht der Weg weiter durch den Wald den Hang hinauf. Der Blick wird frei auf Fronhofen, das sich fast ganz oben auf dem Höhenrücken befindet. Weiter ansteigend erreicht man schließlich den Ort, den der Weg nur streift. Am Ortsrand ist man dann endgültig wieder auf der Höhe angekommen und kann den Blick über große Teile der zurückgelegten Strecke schweifen lassen. Aber auch darüber hinaus sind hier Aussichten bis weit in die Eifel hinein möglich.

Über einen höhengleichen Wiesenweg erreicht man dann die Straße zwischen Fronhofen und Kleinich. An der Straße entlang führt der Weg bequem zurück zum Ausgangspunkt, nicht ohne eine gute Aussicht auf den Kirchturm von Kleinich, an dem der Seitensprung "Kirchspiel's Tälertour" gestartet ist.



Quelle: Mosellandtouristik GmbH