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Die Moselsteig-Arrangements

Hier finden Sie attraktive Reiseangebote für Etappenwanderungen – wahlweise mit Gepäcktransfer - oder mit fester Unterkunft.

Die Etappen

Beste Jahreszeit
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Moselsteig Etappe 03: Nittel – Konz

Länge: 22,5 km
Dauer: 6,5 Stunden
Schwierigkeit: mittel

Felsen und Felder zwischen Saar und Mosel.

Steile Felswände und weite Felder prägen diese Etappe. Schon kurz nach Verlassen der Weinbaugemeinde Nittel wird der Wanderer mit einem atemberaubenden Blick über das Moseltal und auf beeindruckende Kalksteinfelsen belohnt. Dieses vor 210 Millionen Jahren vom Triasmeer geschaffene Kliff legt durch seine sichtbaren Sedimentschichten ein Stück Erdgeschichte frei. Entlang dieser Felsen führt der Moselsteig abwechslungsreich durch das Naturschutzgebiet Nitteler Felsen. Bei einem Abstecher zur Orchideenwiese können die seltenen Pflanzen in ihrem natürlichen Umfeld bewundert  werden. Auf steilen Pfaden durch den Wald geht es schließlich entlang von Kreuzwegstationen hinab in die Stadt Konz. Mit Sehenswürdigkeiten wie dem Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof lädt die Stadt an der Saar-Mündung zu einem kurzweiligen Zwischenstopp ein.
Anfahrtbeschreibung
Startpunkt: Nittel: Bahnhof direkt an der B 419 (Kreuzung Uferstraße/Weinstraße)
Zielpunkt der Tour: Konz: Hauptbahnhof Konz in der Bahnhofstraße


Weitere Infos
Saar-Obermosel-Touristik e. V.

Graf-Siegfried-Straße 32, 54439 Saarburg; Telefon: 06581/995980

Saarstraße 1, 54329 Konz; Telefon: 06501/6018040

www.saar-obermosel.de

Wegbeschreibung

Die Zuweg-Markierung leitet Sie vom Etappen-Startpunkt am Bahnhof Nittel entlang der Weinstraße durch den Ort aufwärts bis zur Straße Im Blümchen. Von hier führt der Weg über ruhige Wohnstraßen zum Ortsrand. Nach der Straßenquerung stehen Sie auch schon direkt in den Weinbergen, die Sie auf leicht ansteigendem Weg zum Fuß der Nitteler Felsen begleiten.

Auf diesem Abschnitt gibt es einige Exemplare des Skulpturenpfads zu entdecken. Die meisten Kunstwerke sind aus dem für die Obermosel typischen Kalkstein herausgearbeitet. An Kalksteinfelsen führt der Weg jetzt auch weiter entlang. Lassen Sie Ihren Blick nach oben zu den imposanten Felsen und auch nach unten ins Moseltal schweifen! Neben einem Weinberg geht der Weg steil abwärts, danach führt er mit moderatem Anstieg und beständig schöner Aussicht ins Moseltal zum Einstieg in den Nitteler Felsenpfad. Dann erwartet Sie eine kleine Herausforderung, die sich lohnt: Auf dem folgenden Abschnitt sind gutes Schuhwerk und Trittsicherheit gefragt, denn der Pfad führt immer nah an der Hangkante entlang – erst noch steil aufwärts, danach etwas flacher, aber immer wieder mit fantastischen Ausblicken auf Nittel und die Mosel! Der Moselsteig verlässt den Nitteler Felsenpfad an einem offenen Wiesenhang. Nutzen Sie die Möglichkeit, von hier noch einmal auf den Fluss zu schauen!

Nach kurzem, steilen Aufstieg haben Sie die Hochfläche erreicht und damit ändert sich der Landschaftseindruck gegenüber dem bisher durchwanderten Teilstück komplett. Der Blick geht weit über intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen hinweg. Der Moselsteig führt jetzt über Feld- und Wiesenwege, mal komplett frei, mal durch eine Windschutzhecke geschützt, durch die vom Ackerbau geprägte Landschaft. Nach einigen Richtungswechseln und mehrfachem Auf und Ab erreicht der Weg nach einem Anstieg den Waldrand. Die dort aufgestellte Liege bietet Ihnen noch mal eine gute Gelegenheit, den Fernblick in Richtung Luxemburg zu genießen. Danach geht es ein kurzes Stück am Waldrand entlang und später parallel dazu im Wald weiter.

Nach dem kurvigen, pfadigen Stück folgt ein Abschnitt mit breiteren Forstwegen, der sich auch nach Querung einer Landstraße fortsetzt. An der nächsten Kreuzung gibt es dann die Möglichkeit, über einen Zuweg nach Temmels (Bahnhof) zu gelangen. Weiter geht es zum Waldrand und nach Querung eines Asphaltwegs nochmals durch ein Wäldchen. An der Hangkante haben Sie dann den Rastplatz oberhalb von Fellerich erreicht. Bei wunderbarer Aussicht auf Fellerich, Tawern und bis weit in den Hunsrück haben Sie jetzt ungefähr die Hälfte der Strecke nach Konz geschafft (siehe Tipp des Autors).

Höhengleich geht es, oberhalb der Weinberge von Fellerich, weiter auf Ihrer Tour. Nach einer Schleife begibt sich der Weg eine Geländestufe tiefer und Sie befinden sich jetzt mitten in den Weinbergen mit Blick ins Albachtal, das als nächstes Ziel nicht mehr weit entfernt ist. Steil abwärts führt der Weg durch Weinberge zum Albach. Und der Moselsteig verläuft auf einem flachen Waldweg eine Zeit lang parallel zum Bach. Nach einer Brücke wandern Sie ein kurzes Stück auf einem schmalen Pfad direkt am Bach entlang. Dann ein weiteres kurzes Stück auf breiterem Weg auf der Talsohle, und der lange und steile Anstieg durch den Wald in Richtung Löschemer Kapelle erfreut Ihr Wandererherz.

Auf halbem Weg erwartet Sie, wenn Sie möchten, ein besonderes Erlebnis: ein Abstecher zum Orchideenparadies, das über eine Zuwegschleife (die den Moselsteig wieder an der Löschemer Kapelle erreicht) an den Moselsteig angeschlossen ist. Während der Blütezeit zeigt sich das Naturschutzgebiet auf dem Wasserliescher Berg als eine wunderschöne botanische Besonderheit. Aufgrund günstigen Klimas und guter Bodenverhältnisse haben sich hier eine Vielzahl von inzwischen selten gewordenen und geschützten Pflanzen- und Tierarten angesiedelt, vor allem Orchideen. Mit 28 Arten, bei Knabenkräutern angefangen über Bocksriemenzungen bis hin zum Gelben Enzian, können Sie hier eines der bedeutendsten Orchideenvorkommen Deutschlands bestaunen.

Der Hauptweg führt weiter aufwärts im Wald. Fast auf der Höhe angekommen, zweigt der Zuweg in Richtung Saarburg ab, dessen erstes Zwischenziel Tawern ist. Über eine längere Strecke schlängelt sich der Weg jetzt flach durch den Wald, bis er, nach einem letzten pfadigen Abschnitt, die Löschemer Kapelle erreicht. Die Kapelle steht direkt an der Hangkante, von hier haben Sie einen wundervollen Blick: Richtung Osten sehen Sie auf Konz und das Moseltal bei Trier, nach Norden schauen Sie bei gutem Wetter bis weit in die Eifel.

Der Abstieg von der Kapelle führt zunächst über einen steilen Kreuzweg, auf den ein kurzes Flachstück folgt. Auf dem letzten Teil geht’s dann wieder auf einem Pfad steil bergab. Nun geht der Weg an einigen Buntsandsteinfelsen vorbei durch einen beeindruckenden Buchenhochwald. Noch ein kurzes Stück auf einem Forstweg, dann erreichen Sie auf dem Moselsteig den Ortsrand von Wasserliesch. Durch ein reines Wohngebiet haben Sie bald die Bahnüberführung erreicht. Von hier führt ein Zuweg in die Ortsmitte bzw. zum Bahnhof von Wasserliesch.

In Richtung Konz wandern Sie weiter über Bahn und Landstraße hinweg. Nach einem kurzen Stück neben der Straße führt der Moselsteig weiter entlang der wenig befahrenen Bahnstrecke. Der Grasweg wechselt sich ab mit einem Pfad, der sich durch einen dichten Wald schlängelt. Kurz berührt der Weg das Saarufer (es sind nur wenige Meter bis zur Saarmündung), und ein kleiner Schlenker führt noch mal ins Grüne, bevor es über die Saarbrücke nach Konz geht. Direkt am Kreisverkehr knüpft der Zuweg an, der zum Hauptbahnhof Konz, dem Ende dieser Etappe, führt. 



Quelle: Mosellandtouristik GmbH