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Moselsteig Etappe 20: Treis-Karden – Moselkern

Länge: 13 km
Dauer: 4 Stunden
Schwierigkeit: schwer

Vom Dom zur Burg.

Eine Etappe, die mit Kultur und Geschichte startet: Vorbei am Moseldom – der Stiftskurie St. Castor in Treis-Karden – führt der Steig auf kurzem, aber steilem Weg rein in die Natur, die hier mit wilden Buchsbaumbeständen Ungewöhnliches zu bieten hat. Es folgen anspruchsvolle Passagen entlang der Hangkante und in steilen Weinbergen, mit Blick in die Wilde Schlucht des Krailsbachs. Als besonderen Höhepunkt erwartet den Wanderer die Burg Eltz – eines der Wahrzeichen deutscher Geschichte. Sie liegt versteckt im Elzbachtal und entging so den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und der Pfälzischen Erbfolgekriege. Ein Abstecher zur Besichtigung der original eingerichteten Burg und der mit Schmuck, Waffen und Porzellan wohlbestückten Schatz- und Rüstkammer ist ein lohnenswerter Ausflug. Nach diesem Erlebnis geht es entlang des Elzbaches zum Weinort Moselkern.
Anfahrtbeschreibung
Startpunkt: Treis-Karden: Ortsteil Karden, St.-Castor-Straße direkt neben dem Bahnhof
Zielpunkt der Tour: Moselkern: Bahnhof am Ortsrand


Weitere Infos
Tourist-Information Ferienland Treis-Karden

St.-Castor-Straße 87, 56253 Treis-Karden, OT Karden; Telefon: 02672/9157700

www.treis-karden.de

Wegbeschreibung

Diese schöne Etappe in Richtung Moselkern beginnen Sie nur wenige Schritte neben dem Bahnhof von Treis-Karden in der St.-Castor-Straße. Im Ort erreichen Sie bald die St.-Castor-Basilika, deren Umriss die Silhouette von Treis-Karden prägt. Nachdem Sie die Kernstraße und den Brohlbach, der hier in die Mosel mündet, gequert haben, gelangen Sie zum Ortsrand. Der Moselsteig führt nun gemeinsam mit dem Buchsbaumpfad steil bergauf. Alte Weinbergsmauern stehen dicht am Weg. Schauen Sie sich während des Aufstiegs immer mal wieder um und werfen Sie einen Blick auf Treis-Karden und St. Castor – es lohnt sich! Im engen Seitental treten hohe Buchsbaumbüsche bis dicht an den Pfad heran, bevor der Weg die Hangkante erreicht. Von hier ist der Blick ins Tal noch besser! Auf felsigem Grat geht es weiter steil bergauf, dann haben Sie die Hütte am Kompeskopf erreicht.

Nun folgt ein kurzes Flachstück durch den Wald, doch bald schon führt der Moselsteig wieder bergab. Sie erreichen die Waldschlucht des Krailsbaches, die, je weiter Sie nach unten gelangen, um so dichter mit Buchsbäumen bewachsen ist. Auch der Pfad wird immer felsiger und spektakulärer. Doch für Ihren sicheren Weg ist gesorgt: Beim Abstieg über Felsen und Stufen können Sie sich an Seilen festhalten. Sie überschreiten den Krailsbach und sind wieder im eigentlichen Moseltal. Nun geht es auf einem Pfad stetig auf und ab, indes dichte Buchsbaumbestände mit freien Blicken ins Tal wechseln. Schließlich erreichen Sie einen Weinbergsweg, der Sie ohne Höhenunterschied weiter Müden näherbringt. An einem Rastplatz oberhalb des Ortes zweigt dann ein Zuweg ab. Über ihn gelangen Sie in den Ort und im Moseltal auch weiter nach Moselkern.

Der Moselsteig macht aber noch einen Abstecher zur Burg Eltz, bevor er wieder in Moselkern auf den Fluss stößt. So wandern Sie jetzt zunächst wieder steil den Berg hoch. Der Pfad führt erst durch niedere Gehölze, dann taucht er in den Laubwald ein. Kreuzwegstationen begleiten Ihren Anstieg. An der Hangkante ist zugleich der Waldrand erreicht, und der Weg steigt jetzt nur noch leicht bis zu den wenigen Häusern von Müdenerberg an. Sie kommen zu einer Kapelle, an der auch der Kreuzweg endet. Erst neben, dann für ein kurzes Stück auf der sehr wenig befahrenen Straße führt der Moselsteig jetzt über die offene Hochfläche. Am Waldrand beginnt der lang gezogene Abstieg ins Elztal, der am Forsthaus Rotherhof vorbeiführt. Auf dem anschließenden Waldweg kommen Sie bei moderatem Gefälle angenehm schnell voran. Dort, wo der Weg sich dann zum Pfad verengt, liegt ein paar Meter entfernt ein ruhiger Rastplatz mit Blick auf Burg Eltz. Wäre hier nicht der ideale Ort für ein leckeres Picknick? Auf einem wunderschönen Platz mitten im Wald, in Sichtweite der Modellburg, die hier ganz verträumt im grünen Eltztal liegt?

Weiter führt der Abstieg über einen Felsgrat, der zu beiden Seiten steil ins Elzbachtal abfällt. Unten angekommen, überqueren Sie den Elzbach gleich über eine alte Steinbrücke. Ab hier verläuft der Moselsteig auf der gleichen Trasse wie der Traumpfad Eltzer Burgpanorama. Am Bach entlang geht es zum „Fünfhundert-Mark-Blick“, der so heißt, weil die schönste Aussicht auf Burg Eltz früher die Rückseite dieses Geldscheins zierte. Bald ist die Steinbrücke zur Burg erreicht, und falls Sie gerne Mittelalter-Flair genießen möchten, sollten Sie sich unbedingt die Zeit für eine Besichtigung nehmen.

Anschließend geht es über die Moselkerner Treppe es zu einem Steg, der Sie noch einmal auf die andere Elzbachseite bringt. Der Weg führt nun mal höher, mal tiefer im Hang über dem Elzbach entlang. Kurz vor der Ringelsteiner Mühle ist aber endgültig das Bachniveau erreicht und zur Mühle kommen Sie auf dem Fahrweg – eine gute Adresse für einen letzten Einkehrstopp. Der restliche Weg zum Etappenziel ist angenehm. Noch einmal queren Sie den Elzbach, Traumpfad und Moselsteig biegen hier ab. Doch der Moselsteig-Zuweg, der nach Moselkern führt, begleitet den Bach weiter. Sie wandern erst auf einem Pfad auf der schmalen Talsohle, später entlang der Zufahrtsstraße zur Ringelsteiner Mühle durch Moselkern. Nach der Bahnunterführung erreichen Sie die Kirche. Nun noch ein Stück, dann sind Sie am Zielpunkt dieser Etappe: dem Moselkerner Bahnhof.