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Moselsteig Etappe 19: Cochem – Treis-Karden

Länge: 24 km
Dauer: 7,5 Stunden
Schwierigkeit: schwer

Abstecher in Zeit und Raum.

Hier zeigt sich der Moselsteig sehr variantenreich, bietet er doch lohnenswerte Abstecher, z. B. zu einem rauschenden Wasserfall im Naturschutzgebiet Dortebachtal mit seinem exotischen anmutenden Kleinklima oder zu einem der vielen Einkehrmöglichkeiten in den idyllischen Weinorten entlang des Weges. Direkt auf dem Moselsteig hingegen lädt der Archäologie-Park Martberg zu einer Zeitreise in die originalgetreu rekonstruierten Gebäude des ehemaligen keltisch-römischen Bergheiligtums ein. Aber auch landschaftlich hat  diese Etappe viel zu bieten; der Weg führt durch wunderschönen Hochwald, durch Weinberge und an Bachtälern entlang, bis schließlich das Etappenziel Treis-Karden erreicht wird.
Anfahrtbeschreibung
Startpunkt: Cochem: Carlfritz-Nicolay-Platz bzw. Bf. Cochem
Zielpunkt der Tour: Treis-Karden: Ortsteil Karden, St.-Castor-Straße direkt neben dem Bahnhof


Weitere Infos
Tourist-Information Ferienland Cochem

Endertplatz 1, 56812 Cochem; Telefon: 02671/60040

www.ferienland-cochem.de

 

Tourist-Information Ferienland Treis-Karden

St.-Castor-Straße 87, 56253 Treis-Karden, OT Karden; Telefon: 02672/9157700

www.treis-karden.de

Wegbeschreibung

Sie starten in Ihren ausgiebigen Wandertag – diese Etappe ist eine der längsten am Moselsteig – vom Carlfritz-Nicolay-Platz an der Moselbrücke. Von hier gehen Sie am Alten Thorhaus vorbei und entlang der Endertstraße in Richtung Talstation des Sessellifts. Unterwegs unterquert der Moselsteig die Bahnstrecke direkt am Portal des Kaiser-Wilhelm-Tunnels, der bis ins ICE-Zeitalter der längste Eisenbahntunnel Deutschlands war. Am Sessellift zum Pinnerberg angekommen, können Sie sich aussuchen, ob Sie den ersten Anstieg des Tages mit dem Lift oder zu Fuß bewältigen möchten. Wer sich für den Aufstieg per pedes entscheidet, überquert auf einem Steg den Endertbach und steigt dann steil auf einem mit Stufen gespickten Pfad teils unter der Seilbahntrasse in Richtung Pinnerkreuz bergauf. Genießen Sie unterwegs die wunderbare Aussicht auf die Stadt und die Reichsburg Cochem! Auch den kurzen Abstecher zum Pinnerkreuz, das auf einer Felsenkanzel liegt, sollten Sie nicht auslassen – von hier ist der schönste Blick auf Cochem garantiert. Dann noch wenige felsige Meter aufwärts, und Sie haben die Bergstation des Sessellifts und die Gastronomie auf dem Pinnerberg erreicht (Öffnungszeiten beachten).

Das nächste Zwischenziel ist gar nicht weit entfernt: Nach einem steilen Anstieg durch den Wald, einer flachen Passage über einen Asphaltweg und einem letzen Stück bergauf gelangen Sie zum Wild- und Freizeitpark Klotten. Der Moselsteig verlässt jetzt als leicht abfallender Pfad den Parkbereich und taucht in den Wald an der Hangkante ein. An einer Schutzhütte können Sie einen Blick ins Moseltal werfen. Doch ist die Sicht von der nahe gelegenen Rabenlay um einiges besser, hierhin ist allerdings ein kleiner Abstecher vom Hauptweg vonnöten. Noch etwas weiter den Pfad bergab kommen Sie am Schwedenkreuz zu einem überdachten Rastplatz – ein idealer Punkt für eine erquickende Rast bei jedem Wetter! Die Hangkante erlaubt einen letzten Blick auf Cochem. Der Moselsteig kürzt nun per Pfad einige Serpentinen des Fahrweges ab und erreicht die Seitzkapelle, die idyllisch neben großen Kastanien steht. Von hier aus ist Klotten zu sehen, der Ort, den Sie als Nächstes erreichen.

Über den obersten Weinbergsweg führt der Moselsteig nun zum Friedenskreuz und danach in den Wald. Auf einem steilen Pfad geht es bergab zum Klottener Kreuzweg. Sie treffen auf die Wildparkstraße und begleiten sie an einer Kapelle vorbei in den Ort. Zur Mosel geht es von hier allerdings erst nach einem kleinen Schlenker. Durch die Weinberge unterhalb der Burg Coraidelstein kommt man zum Richeza-Platz, der ebenfalls einen schönen Blick ins Moseltal gewährt. Eine Schleife durch die Weinberge bringt Sie dann schließlich wieder an den Ortsrand und über eine Treppe erreichen Sie die Ortsmitte. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Bahnhof und zum Haus Moselschiefer, wo es einen großen Parkplatz und die Tourist-Information gibt.

Nächstes Highlight ist das Naturschutzgebiet Dortebachtal. Zu dessen Einstieg an einer Bahnunterführung gelangen Sie nach einem Abschnitt entlang von Bahn und Bundesstraße. Das kleine Seitental ist eines der trockensten und wärmsten entlang der gesamten Mosel. Auf den steilen Schieferflanken hat sich eine besondere Flora und Fauna entwickelt. Entlang des Baches gehen Sie bis zum ersten hölzernen Steg. Dort wechselt der Moselsteig auf die andere Bachseite und führt über steile Pfade im eichenbestandenen Hang schnell aufwärts. Oben angekommen, sollten Sie einen kleinen Abstecher (markierter Zuweg) zum Aussichtspunkt Kasteschkopp machen: Der überdachte Rastplatz eignet sich gut für eine Pause und der Blick ins Moseltal ist traumhaft – er reicht von Klotten bis zum flussabwärts gelegenen Pommern.

Das nächste Teilstück legen Sie vor allem über Wiesenwege zurück, es geht entlang der Waldränder an der Hangkante des Dortebachtals. Etwas entfernt passieren Sie den Annischerhof und überqueren dann die von Feldern überzogene Hochfläche zum gegenüberliegenden Waldrand. Im Wald gelangen Sie über Trittsteine ans andere Ufer des Fellerbachs. Nun noch etwas in der Waldschlucht des Bachs aufwärts, dann ist der Anstieg zunächst einmal geschafft! Mitten durch eine große Windwurffläche und danach am Waldrand entlang führt der Moselsteig jetzt nach Kail, auf das Sie schon früher eine schöne Sicht hatten. In dem kleinen Ort fällt vor allem die ungewöhnlich große Kirche auf. Direkt am Ortsrand geht es dann bergab in den Schilzergraben, der sich immer tiefer in die Hochfläche eingräbt und schließlich eine respektable Schlucht bildet. Der Weg folgt zunächst eine ganze Weile dem Bach, bis er sich nach einem kleinen Zwischenanstieg an der Moseltal-Hangkante in den Weinbergen wiederfindet. Durch den frisch flurbereinigten Hang wandern Sie jetzt parallel zum Moseltal durch die Rebanlagen. Vorbei an der Pommerner Sonnenuhr erreichen Sie über den Kreuzweg bald Pommern. Der Bahnhof des Ortes ist über einen kurzen Zuweg angeschlossen.

Nachdem Sie den Pommerner Bach überquert haben, geht es schon im Ort wieder bergan – und auf alten Weinbergswegen dann steil bergauf, wobei der Blick ins Moseltal mit jedem Höhenmeter besser wird. Der zweite Teil des Anstiegs führt durch den Wald, der sich auf der Hochfläche des Martbergs lichtet. Oben angekommen, stoßen Sie auf eine teilweise rekonstruierte römische Tempelanlage und wiederaufgebaute keltische Häuser – gönnen Sie sich eine Weile, um sie ganz in Ruhe zu besichtigen! Wer einen Rastplatz mit Aussicht sucht, findet ihn über einen kurzen Zuweg im Aussichtspunkt Fahrlei. Der Moselsteig verläuft nun weiter über kurvige Pfade zur Hangkante, wo Sie von einigen Punkten eine hübsche Aussicht auf die Mosel und Treis-Karden haben. Der Abstieg führt über teils von Buchsbaum eng gesäumte Pfade zum St.-Castor-Blick und zur Hütte an der Josefinenrast. Beide gestatten einen schönen Blick auf die St.-Castor-Basilika in Treis. Weiter wandern Sie auf einem nur noch mäßig abfallenden ehemaligen Weinbergsweg bei entspannter Aussicht auf das gesamte Moseltal bei Treis-Karden. Ab einer Spitzkehre geht es dann wieder steiler bergab und in den Ort. In der St.- Castor-Straße, kaum 100 m vom Bahnhof, endet diese Etappe.